Unfassbar: Das sind die teuersten Spiele der Welt

400 Mio. fur den vierten Fluch der Karibik Film? Diese Summe kann wohl den Wenigsten noch ein erstaunliches “Oooh” oder ein entsetztes “WAAS?” entlocken, sind wir doch schon an die stets berechtigten Millionen-Gagen der Schauspieler und an die epic Settings gewöhnt. Lower Standards? Never! Auch Musikproduzenten lassen ihre 5-Minuten-Clips einiges kosten – wer es hat, der hat’s. Und wie sieht es in der Spiele-Branche aus?

Wer sich ein wenig in der Gaming-Szene auskennt, der weiss, dass auch Spiele das ein oder andere Sümmchen kosten können. Dennoch muss gesagt werden, dass mit teuren Produktionen auch hohe Risiken eingegangen werden – vor einem “Flop” haben alle Angst, Spiele- und Filmindustrie, und im Worst Case kann es sogar das Aus bedeuten.

Wir stellen euch jetzt 5 Games vor, die locker mit der Hollywood-Filmproduktion mithalten können. Fairerweise sollte gesagt werden, dass die Summen von Spezialisten und Analysten geschützt wurden, da die Entwickler eher selten mit ihren Spiele-Kosten hausieren gehen.

 

Too Human

Fangen wir doch gleich mal mit dem allseits gefürchteten Flop an: So einer war Too Human für die Xbox 360 von Silicon Knights. Ganze zehn Jahre brauchte das Spiel, um auf den Markt gebracht zu werden, im Fachjargon wird sowas als “development hell” bezeichnet. Eine stattliche Zeit, die auch ein stattliche Summe kostete: 60 bis 100 Mio. Dollar sollen für die Gesamtproduktionskosten gelatzt worden sein. Too Human zählt zu den teuersten Spieleentwicklungen überhaupt. Damit alles noch irgendwie ein gutes Ende nimmt, wurde viel Geld ins Marketing gepumpt – leider ohne Erfolg.

All Points Bulletin

Du hast noch nie was von “All Points Bulletin” gehört?! Macht nichts, da bist du nicht der Einzige. War ja auch ‘n ziemlicher Schuss in den Ofen. Für 100 Mio. Dollar entwickelte Realtime World, das einstige weltgrösste unabhängige Entwicklungsstudio, den Third-Person-Shooter. Trotz einer 40 bis 100 Mio. teuren Marketing-Strategie, gelang es den Entwicklern nicht, das Spiel an den Mann zu bringen. Der Versuch das Onlinespiel mit Monatsgebühren zu vertreiben wurde schon nach wenigen Monaten eingestellt. Letztlich musste das Studio dicht machen. By the way… Realtime World wurde von GTA-Schöpfer Dave Jones gegründet und GTA ist eines der erfolgreichsten Spiele der Welt.

Final Fantasy 7

Alle kennen es und fast alle lieben es: Final Fantasy. Besonders Final Fantasy 7, dessen Veröffentlichung schon 21 Jahre zurückliegt – doch wirklich, du bist schon so alt – hatte weltweiten kommerziellen Erfolg. Es gilt als das Druchbruchsspiel für die Beliebtheit von Rollenspielen ausserhalb Japans. In der Szene ist es kein Geheimnis, dass die Produktionskosten von Final Fantasy relativ hoch waren. Rund 45 Mio. Dollar hat das Spiel gekostet – na gut, im Vergleich zu heute ist das der Münzbetrag in Andrew Houses Sofaritze, für alle die es nicht wissen: Er ist CEO von Sony Interactive Entertainment, die erfolgreichste Spieleschmiede. Ein Grossteil des Gesamtbudgets ging aber wie immer für das Marketing drauf. Das hat ebenfalls zwischen 40 und 100 Mio. Dollar gekostet – diese Summe war auch nötig, um das Spiel gewinnbringend im Westen zu etablieren.

Star Wars – The Old Republic

Okay, jetzt bitte an der Stuhllehne festhalten! Es war seinerzeit das teuerste Spiel der Welt. Star Wars – The Old Republic verschlang sage und schreibe 200 Mio. Dollar. Hier mal ein Vergleich: Der Film Star Wars – Episode 6. Die Rückkehr der Jedi-Ritter hat bloss 32,5 Mio. Dollar gekostet. Das Spiel hatte nicht nur dank des guten Marketings vollen Erfolg, den Entwicklern war es wichtig, dass insbesondere die Geschichte des Spiels in den Fokus gerückt wird. Ziel war es, eine starke Story zu kreieren. Interaktive Geschichten sollten ein Erlebnis schaffen, dass es zuvor nicht gegeben hat. Hunderte Sprechen wurden für Star Wars – The Old Republic engagiert, denn die übliche Textausgabe der Dialoge wurden durch eine komplette Sprachausgabe ersetzt und das sowohl für Spieler- als auch für Nicht-Spiel-Charaktere. Die Entwickler haben genau aufs richtige Pferd gesetzt, denn die Produktionskosten wurden um ein Vielfaches eingespielt.

Destiny

Das, was bei Star Wars – The Old Republic die Gesamtkosten waren, ist bloss Destinys Marketingbudget gewesen – unglaubliche 200 Mio. Dollar. Der Spieleentwickler Bungie, Videospielpublisher Activision und Sony haben sich wirklich nicht lumpen lassen: Insgesamt 500 Mio. hat die Entwicklung des Massive-Mulitplayer-Online Game gekostet! Einiges ging auch wohl für Beatles-Bassist Paul McCartney drauf, der die Titelmusik komponiert hat – Wer auch sonst? Was aber noch viel unglaublicher ist als das Mega-Budget selbst: Direkt am ersten Verkaufstag konnte das komplette Geld wieder eingespielt wurden. Wir sind gespannt, welches zukünftige Game diesen Rekord brechen wird!